Erfolg durch Sichtbarkeit: Einheitliche Sammelstellenkennzeichnung

28.11.2018

Die Beteiligten – Verband kommunaler Unternehmen e.V., Handelsverband Deutschland – HDE e.V., BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V., Deutscher Städtetag und Deutscher Landkreistag – unterstützen und befürworten den freiwilligen Einsatz des „Sammelstellenlogos“ durch rücknahmepflichtige Handelsunternehmen und öffentlich-rechtliche Entsorgungsträger. Das Logo sowie weitere Materialien und Inhalte können in Form von offenen Druckdaten von Sammelstellenbetreibern über die G2 Infoplattform kostenfrei abgerufen und genutzt werden.

Sichtbarkeit und leichte Auffindbarkeit von Sammelstellen als Erfolgsfaktor

Für eine Steigerung der Sammelmenge von Elektro-Altgeräten und Batterien wird die leichte Auffindbarkeit von Sammelstellen als wesentlich erachtet. Die Kennzeichnung mittels eines einheitlichen Logos wird daher als zweckmäßiges Instrument angesehen, um die Vielzahl der insgesamt über 200.000 Sammelstellen für den Verbraucher besser sichtbar zu machen.

Befürwortung zur Verwendung eines gemeinsamen Logos durch die Sammelstellenbetreiber

Eine einheitliche Kennzeichnung von Sammelstellen ist gesetzlich nicht vorgeschrieben, jedoch empfiehlt sich die einheitliche, freiwillige Verwendung eines Logos für die Sammelstellenbetreiber. Dabei wird davon ausgegangen, dass die leichtere Auffindbarkeit mittel- bis langfristig zu einer Sensibilisierung der Verbraucher und in Folge dessen zu einer Steigerung der Sammelmengen von Elektro-Altgeräten und Geräte-Altbatterien führen wird.

Einsatz der Kennzeichnung durch Referenzpartner

Das Logo, dessen Aussagekraft durch ein unabhängiges Marktforschungsinstitut bestätigt wurde, verfügt über einen hohen Wiedererkennungswert für den Verbraucher. Zugleich lässt es sich in das Unternehmens-Erscheinungsbild (Corporate Design) der Sammelstellenbetreiber einfügen. Dies wird beim Einsatz der Kennzeichnung durch Referenzpartner, die das Logo bereits einsetzen, deutlich. Zu diesen gehören die Stadtreinigung Hamburg, der Zweckverband Abfallwirtschaft Straubing als Vertreter einer städtischen bzw. einer ländlichen Kommune, sowie die Hornbach Baumarkt AG und Knauber Freizeit GmbH & Co. KG seitens des Handels. Weitere Unternehmen planen bereits die Einführung.

Kostenfreies Angebot für Sammelstellenbetreiber

Die Stiftungen GRS Batterien und elektro-altgeräte register stellen allen gesetzlich verpflichteten und freiwilligen Sammelstellenbetreibern das Logo sowie weitere Materialien (z. B. Plakat, Flyer u. a.) in Form von offenen Druckdaten zur Verfügung. Diese können bequem und einfach über die Gemeinsame Informationsplattform für Elektroaltgeräte und Altbatterien unter www.g2-infoplattform.de kostenfrei heruntergeladen und in die eigene Verbraucherkommunikation eingebunden werden.

Hintergrund

Elektro-Altgeräte und Batterien enthalten wertvolle Rohstoffe, die wiederverwertet und in den Produktionskreislauf zurückgeführt und somit erhalten werden können. Umgekehrt, enthalten sie mitunter auch gefährliche Stoffe, die Gesundheit und Umwelt schaden können. Umweltschäden zu verhindern bzw. die Wiederverwertung der Sekundärrohstoffe zu fördern ist Ziel des Elektro- und Elektronikgerätegesetzes (ElektroG) sowie des Batteriegesetzes. Mit den Gesetzen wird festgelegt, dass Elektro-Altgeräte respektive Batterien nicht in den Hausmüll gehören, sondern getrennt vom Hausmüll zu sammeln und der Wiederverwertung zuzuführen sind. Die gesetzlich vorgeschriebene Sammelquote beträgt jeweils 45 % der in den 3 Vorjahren durchschnittlich in Verkehr gebrachten Mengen. Die Rücknahme erfolgt kostenfrei über die Sammel- und Rücknahmestellen der Kommunen, des Handels und der Hersteller.

Statements

Deutscher Städtetag, Deutscher Landkreistag, Verband kommunaler Unternehmen

Die Kommunen und die kommunalen Unternehmen halten eine einheitliche Kennzeichnung von Sammelstellen für ein gutes Instrument, um bei Elektro-Altgeräten und Batterien zu besseren Sammelergebnissen zu kommen. Wir sind uns sicher, dass nach und nach immer mehr Städte, Landkreise und kommunale Unternehmen das Logo verwenden werden, um damit die Bürger auf die zahlreichen Rückgabemöglichkeiten an den örtlichen Sammelstellen hinzuweisen. 

Handelsverband Deutschland – HDE e.V.
Stefan Genth, Hauptgeschäftsführer

Mit seinen rund 50 Millionen Kundenkontakten pro Tag bietet der deutsche Einzelhandel viele bequeme Rückgabemöglichkeiten für Elektro-Altgeräte und Altbatterien. Dabei hat der Handel ein großes Interesse daran, dass für Verbraucherinnen und Verbraucher gut erkennbar ist, wo Altgeräte zurückgegeben werden können. Der freiwillige Einsatz des Sammelstellenlogos durch Einzelhändler kann dabei einen wertvollen Beitrag leisten.

BHB – Handelsverband Heimwerken, Bauen und Garten e.V.

Der Baumarkthandel ist sich seiner gesellschaftlichen Verantwortung bewusst. Umweltgerechtes Unternehmertum äußert sich in der Zusammenarbeit mit den Lieferanten, aber auch zunehmend in der Funktion als Schnittstelle zum Verbraucher. In beide Richtungen setzen sich die Handelsunternehmen im BHB für den Aufbau und die Einhaltung von Umweltstandards ein. Die Möglichkeit der Rückgabe von Elektroaltgeräten und Altbatterien auch in den Bau- und Heimwerkermärkten (und Gartencentern) stellt einen großen Mehrwert für den Umwelt- & Ressourcenschutz dar. Durch die neue freiwillige und einheitliche Kennzeichnung der Sammelstellen mit einem gemeinsamen Logo leiten wir den Verbraucher besser zu den Rücknahmepunkten und erleichtern dadurch die ordnungsgemäße Entsorgung seiner Elektroaltgeräte und Batterien. Alles im Sinne einer Steigerung der Rücknahmequoten. Daher begrüßen wir die breit angelegte Verbraucherkommunikationskampagne und die diesbezügliche Zusammenarbeit mit den anderen Stakeholdern.

stiftung elektro-altgeräte register
Alexander Goldberg, Vorstand

Gemeinsam mit der Stiftung GRS Batterien setzen wir uns seit Jahren dafür ein, die Sammelmengen für Elektro-Altgeräte und Batterien zu steigern. Die Unterstützung der mit der Verbraucherkommunikation verantwortlichen Institutionen und Einrichtungen sehen wir hierfür als entscheidend an. Die Initiative und Umsetzung des Sammelstellenlogos ist daher für uns ein folgerichtiger und wichtiger Schritt.

Stiftung GRS Batterien
Georgios Chryssos, Vorstand

Der breite Zuspruch der Stakeholder zur Einführung des Sammestellenlogos freut uns nicht nur, sondern wir sehen ihn auch als entscheidenden Schritt hin zu einer breit angelegten und einheitlichen Verbraucherkommunikation. Der Verbraucher muss wissen, warum, wie und wo er seine Altbatterien und Elektro-Altgeräte getrennt entsorgen muss und welche zahlreichen Möglichkeiten es hierzu gibt. 

 

Kontakt

G2 Projektbüro

Ragna Sturm

Tel: 089 97895-797

Mobil: 0176 63384929

sturm@g2-infoplattform

 

Alle Materialien für die Nutzung und den Einsatz des Sammelstellenlogos stehen nach Registrierung über die G2 Informationsplattform zum Download bereit.

 

www.g2-infoplattform.de

 

 

 

Download Pressemeldung (pdf, 256 KB)

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